[Politik] Kommt jetzt die Alkoholverbotsdiskussion?
by Benjamin Schieder
Politiker der sogenannten Volksparteien (insbesondere der CDU/CSU) fordern gerne, oft und in an blinden Aktionismus erinnernden Reden ein Verbot sogenannter "Killerspiele"; die Piratenpartei wies in einer Demonstration am vergangenen Samstag auf die Sinnlosigkeit der Debatte hin:
Nur weil die bestehenden Regelungen (Altersfreigabe durch die Bundespruefstelle fuer Jugendgefaehrdende Medien und der allseits bekannte "Index") nicht durchgesetzt werden, sollen neue Gesetze geschaffen werden, die dann vermutlich auch nicht durchgesetzt werden. So etwas nennt man Aktionismus.
Laut dem Bericht der BZ hat eine 18 Jaehrige Freundin der ins Krankenhaus eingewiesenen 14 Jaehrigen den hochprozentigen Wodka gekauft.
Wuerde man nun die Argumente, welche in der Diskussion um das "Killerspieleverbot" immer wieder heruntergebetet werden, muesste jetzt eine Diskussion entbrennen, den "Vertrieb, die Produktion sowie das sich verschaffen von Alkohol" unter Strafe zu stellen.
Zumindest wuerde man die Hersteller und Verkaeufer von Alkohol in die Pflicht nehmen, dafuer zu sorgen, dass ihre Kunden gewissenhaft mit dem Produkt Alkohol umgehen.
Nichts geringeres wird von Spieleproduzenten und -verkaeufern im Rahmen des Jugendschutzes gefordert.
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